8. Dezember 2015
von Jogi Hohnecker
Keine Kommentare

Gartentipps für die 50. Kalenderwoche

Blumen und Stauden

Steingartenpflanzen aussäen
Viele Steingartenpflanzen gehören zu den Frostkeimern. Man kann sie bereits jetzt im Frühbeet in eine Schale aussäen.

Gemüse und Kräuter

Schnittlauch antreiben
Sobald der Wurzelballen des Schnittlauchs im Garten einmal durchgefroren ist, kann man ihn ausgraben und eintopfen, um ihn in der Küche am Fensterbrett anzutreiben. Auf diese Weise steht auch im Winter das gesunde Grün zur Verfügung.

Grünkohlernte
Wer ausreichend Grünkohl gepflanzt hat, kann jetzt ernten – vorausgesetzt, es hat noch keine allzu langen Frostperioden unter -10 °C gegeben. Mit Apfel und Bregenwurst schmeckt der “Braunkohl” am besten.

Obst

Wachstumsstörungen bei Obstbäumen
Wenn Ihre Obstbäume Wachstumsstörungen aufweisen, sollten Sie kontrollieren, ob Mäusebefall, Stammschäden oder Unverträglichkeiten zwischen den Veredlungspartnern die Ursache sein kann.

Mirabellen
Der Anbau von Mirabellen ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Das ist eigentlich schade, denn die Früchte haben ein besonderes Aroma und lassen sich vielfältig verwerten: Außer für den Frischverzehr sind sie auch besonders für die Herstellung von Konfitüren geeignet. So lässt sich die Sonne des Sommers wunderbar für den Winter konservieren. Sollte es einmal zu viel geben, kann man einen sehr aromatischen und geschätzten Mirabellenbrand destillieren lassen. Mirabellen sind recht anspruchslos, die meisten Bäume sind auf St. Julien A veredelt. Häufige Sorten sind `Metzer Mirabelle`, `Mirabelle de Nancy’, `Bellamira` und `Miragrande’.

Obstgehölze
Falls Sie sich angesichts der im Jahresverlauf auftretenden Krankheiten und Schädlinge Gedanken um die Lebenserwartung Ihrer Obstgehölze machen, sei Ihnen gesagt, dass dabei viele Faktoren buchstäblich eine “tragende Rolle” spielen, so auch die Art der Unterlage. So beträgt die Lebenserwartung vom Apfel, auf Sämling veredelt, deutlich über 60 Jahre; auf der Unterlage M 9 allerdings nur ca. 15 Jahre, wobei die Fruchtqualität im Alter nachlässt. Ähnliches gilt für die Birne: Die Lebensdauer einer auf Sämling veredelten Mostbirne kann über 100 Jahren liegen. Auf Quitte veredelt werden sie aber selten älter als 25 -30 Jahre.

Rasen

Rollrasen
Wenn Sie den Dezember noch nutzen möchten, um eine Fläche mit Rasen zu begrünen, können Sie dafür Rollrasen verwenden. Lockern Sie den Boden vorher und planieren Sie die Fläche. Auf Neubaugrundstücken ist eine Bodenverbesserung mit Kompost oder anderem organischem Material wichtig. Nach dem Auslegen der Rasenrollen wird die Fläche mit einigen Millimetern gutem Mutterboden oder gut verrotteter Komposterde überstreut und bei mildem Wetter sofort eingewässert.

Gartenteich

Gartenteich mit Sauerstoff versorgen
Die Lebewesen im Gartenteich benötigen Luft. Denn auch im Winter zersetzen Bakterien am Grunde des Teiches organisches Material wie Falllaub oder abgestorbene Wasserpflanzen. Dabei verbrauchen sie Sauerstoff, sodass die Gefahr des Sauerstoffmangels unter geschlossener Eisdecke im winterlichen Gartenteich am höchsten ist. Im schlimmsten Fall kann der Teich unbemerkt “umkippen”. Dadurch sterben die meisten Tiere im Teich, auch Frösche, die sich zur Winterruhe im Schlamm eingegraben haben. Hängen Sie deshalb gebündeltes Schilfrohr ins Wasser, um den Luftaustausch zu ermöglichen. Schilfbereiche mit Röhricht verbessern ebenfalls die Sauerstoffversorgung im Teich. Es gibt außerdem Eisfreihalter zu kaufen, die für einen geregelten Austausch sorgen.

Kübelpflanzen

Zierpflanzen im Winterquartier
Zierpflanzen (z. B. Kübelpflanzen, Dahlienknollen, Zwiebeln) sollten während der Wintermonate öfter auf ihren gesundheitlichen Zustand hin überprüft werden. Zu beachten ist, dass das Substrat (Sand oder Torf), in dem die Pflanzenteile eingebettet wurden, nie vollständig trocken fallen darf. Das Medium darf aber auch auf keinen Fall zu nass sein, um die Gefahr des Pilzbefalls auszuschließen.

Zimmerpflanzen

Weihnachtssternkauf
Weihnachtssterne sind ein natürlicher Adventsschmuck. Achten Sie beim Kauf der Pflanzen darauf, dass sie nicht im Freien gestanden haben und gesunde Blätter besitzen. Beim Transport und in der Wohnung vertragen sie weder Kälte noch Zugluft, ebenso keine Staunässe. Übrigens: Blaue oder glitzernde Weihnachtssterne sind keine neuen Zuchtformen, sondern mit Farbe besprüht! Zur natürlichen Farbe gehören neben den roten auch die panaschierten und cremeweißen Blätter.

Pflanzenschutz

Bohnenblattläuse
Die Schwarzen Bohnenblattläuse überwintern als schwarz glänzende Eier in einem dichten Gelege auf ihren Winterwirten. Dazu zählen Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus ), Schneeball (Viburnum opulus ) und Falscher Jasmin (Philadelphus coronarius). Haben Sie diese Arten im Garten und möchten Sie im nächsten Jahr Bohnen anbauen, müssen Sie sie auf Eier hin untersuchen.

Gehölze entfernen
Im Winter sollten Sie darüber nachdenken, ob Sie zur frostfreien Zeit nicht doch das eine oder andere Gehölz aus dem Garten entfernen sollten, das durch massiven Befall mit Schädlingen oder Krankheiten stark gelitten hat oder die Platzverhältnisse sprengt. Insbesondere bei Rosen, aber auch beim Obst, sollten Sie auf jeden Fall resistente Sorten wählen.

Sonstiges

Quittengelee in der Weihnachtsbäckerei
Quittengelee eignet sich hervorragend zum Backen von Weihnachtsplätzchen. Ersetzen Sie das Johannisbeergelee im Rezept von Hildabrötchen doch einfach einmal durch selbst gemachtes Quittengelee.

Saatgut kontrollieren
Die im Laufe des Jahres geernteten Sämereien sollten öfter kontrolliert werden, um eventuelle Ausfälle durch Schadorganismen zu verhindern. Sind die geernteten Samen noch nicht gereinigt worden, lässt sich diese Arbeit nun auch durchführen. Das gereinigte Saatgut wird am besten in Leinensäckchen an kühlen, trocknen und dunklen Orten gelagert, wobei eine genaue Kennzeichnung des Saatgutes mit Art bzw. Sorte und Erntejahr unerlässlich ist.

Quelle: Logl-Gartenkalender
für die Kalenderwoche 50
in Kooperation mit Ulmer

 

20. November 2015
von Jogi Hohnecker
Keine Kommentare

Gartentipps für die 48.Kalenderwoche

Ziergehölze

Adventsschmuck

Zum Basteln von Adventsschmuck eignen sich hervorragend die Fruchtstände von Sommerflieder, Flieder oder Nachtkerze und natürlich auch Früchte wie Hagebutten, Zieräpfel, Zierquitten oder Mispeln. Solche Naturmaterialien lassen sich nach Weihnachten problemlos kompostieren.

Frostempfindliche Pflanzen schützen

Frostempfindliche Gewächse wie Beetrosen sollten mit lockerem Substrat angehäufelt und eventuell abgedeckt werden. Hochstamm- und Kletterrosen sind besonders schutzbedürftig. Bedecken Sie die Pflanzen mit Fichtenzweigen oder ähnlichem Material. Die oberen Pflanzenteile können zusätzlich mit Jutesäcken umwickelt werden. Verwenden Sie aber bitte niemals Plastikfolie: Hitzestaus und Triebfäulnis im Innern dieser winterlichen “Gewächshäuser” schwächen die Rose, Schäden durch Nachtfröste werden provoziert.

Hortensien schneiden?

Bauern- oder Ballhortensien bilden bis zum Ende des Jahres die Blütenknospen für das Folgejahr. Daher sollten sie nicht jetzt, sondern direkt nach der Blüte geschnitten werden. Dagegen blühen Rispen- und Schneeballhortensien an den im Frühjahr neu gebildeten Trieben. Sie nehmen einen Rückschnitt im Winter nicht übel.

Pflanzsaison

Die Pflanzsaison ist noch in vollem Gange. Viele Gehölze bilden nach der Pflanzung im Winter noch Feinwurzeln und können im Frühjahr bereits mit voller Kraft austreiben. Gründliches Wässern erleichtert es den Pflanzen, sich noch vor dem Frost zu akklimatisieren. Auch für Immergrüne ist noch Pflanzzeit.

Gemüse und Kräuter

Chinakohl und Chicorée

Chinakohl sollte vor dem ersten Frost bzw., bevor die Temperatur unter 5 °C sinkt, reingeholt werden. Auch Chicorée wird für die Treibkultur in Sand jetzt herausgenommen (Treibkultur bei 15-18 °C.). Geerntet wird außerdem der letzte Knollenfenchel. Ist der Fenchel übrigens “geschossen” (das heißt zur Blüte gekommen), gibt es noch keinen Grund, ihn zu roden: Die zarten Blütenstängel lassen sich sehr gut dünsten.

Wurzelgemüse lagern

Die Blätter von Winterrettich, Möhren und Roten Rüben werden abgedreht, nicht abgeschnitten. Die optimale Lagertemperatur bei Wurzelgemüse beträgt 1-3 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 bis 95 Prozent, z. B. im kühlen Keller. In trockenen Kellern können die Wurzeln in feuchtem (aber nicht nassem!) Sand eingelagert werden.

Obst

Obstbaumschnitt

Die Zeit des Obstbaumschnitts hat begonnen. Schneiden Sie nur an frostfreien Tagen. Kranke oder abgestorbene Astpartien lassen sich bei dieser Gelegenheit gleich mitentfernen. Doch Vorsicht: Bei stark triebigen Bäumen regt ein früher Winterschnitt das Wachstum weiter an.

Himbeeren pflanzen

Himbeeren können von Oktober bis Mitte März gepflanzt werden. Der Pflanzabstand innerhalb der Reihe sollte 50 cm, der Reihenabstand mindestens 1,50 m betragen. Vor dem Setzen kürzt man die Ruten auf 20 bis 30 cm ein. Nach dem Pflanzen muss gründlich angegossen und möglichst gemulcht werden.

Vorbeugende Maßnahmen bei Äpfeln

Das Apfellaub unter den Bäumen und nicht verwertetes Obst sollten jetzt entfernt werden. Auf den Blättern überwintert der Schorferreger. Mit dem ersten warmen Frühlingsregen werden die Pilzsporen wieder hochgeschleudert und infizieren den frischen Austrieb.

Blattfall und -abbau fördern

Bei manchen Obstsorten (z. B. Elstar) fallen die Blätter erst sehr spät. Zur Förderung des Blattfalles und einem schnellen mikrobiellen Abbaues besonders bei Bäumen mit Schorfbefall sind ein bis zwei Behandlungen mit Harnstoff (10-15 g/ Baum) zu Beginn und Mitte des Blattfalles ratsam. Beschleunigt wird die Verrottung zusätzlich durch ein leichtes Einarbeiten in den Boden und einer Kompostgabe.

Zimmerpflanzen

Zimmerpflanzen richtig wässern

Im Winter verbrauchen Zimmerpflanzen, die nicht direkt über der Heizung stehen, weniger Wasser als in der hellen Jahreszeit. Achten Sie darauf, dass sich in den Töpfen keine Staunässe bildet, sonst fangen die Wurzeln an zu faulen und bieten Springschwänzen eine ideale Lebensgrundlage.

Sonstiges

Vogelhäuschen

Wer Vögeln durch Winterfütterung über die kalte Jahreszeit helfen will, sollte sich jetzt Zeit nehmen, ein Häuschen zu bauen oder zu kaufen. Halten Sie die Futterstelle stets sauber, um eine Verbreitung von Infektionen zu vermeiden. Jetzt aufgehängte Nistkästen werden eventuell noch als Winterbehausung genutzt.

Gartenmöbel

Es empfiehlt sich, Gartenmöbel gründlich zu reinigen und zu trocknen, bevor sie eingelagert werden. Gelenke werden geölt.

Quelle: Logl-Gartenkalender
für die Kalenderwoche 48
in Kooperation mit Ulmer

23. Oktober 2015
von Jogi Hohnecker
Keine Kommentare

Der Frostspanner

Die Raupen des Frostspanners können in manchen Jahren großräumig aufgetreten, was im dann gesamten Gebiet zu einem massiven Kahlfraß an vielen Laubgehölzen führt. Bereits ab Mitte November, in den ersten kalten Nächten, ist eine enorme Flugaktivität der männlichen Falter zu verzeichnen. Später lassen sich dann an bereits angebrachten Leimringen auch viele Weibchen und rot-orange Eigelege finden. Dies lässt für das nächste Frühjahr auf einen starken Raupenbefall schließen, auch da man sich nicht auf ein Zusammenbrechen der Population (z.B. durch Vögel und andere Nützlinge) verlassen kann.

Operophtera brumata - Burgenland

Kleiner Frostspanner
Quelle: von spacebirdy(also known as geimfyglið (:> )=| made with Sternenlaus-spirit) (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 oder FAL], via Wikimedia Commons


Um also einem bösen Erwachen im nächsten Frühling vorzubeugen, einige Ratschläge:

Anbringen von Leimringen:

Dies sollte ab Ende Oktober erfolgen. Der Leimring muss dicht und bündig am Stamm anliegen. Bei alten Bäumen die Borke vorher mit einem Baumkratzer glätten und Vertiefungen ebnen, um ein Durchschlüpfen der flugunfähigen Weibchen zu verhindern. Ist der Baum noch an einem Pfahl angebunden, auch hier einen Leimring anbringen. Auch muss auch der Leimring öfters kontrolliert werden und anhaftende Blätter oder Zweigstückchen entfernt werden, damit keine „Brücken“ entstehen können.

Leimring

Leimring an einem Apfelbaum
Quelle: By User:MarkusHagenlocher (Own work) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Anfang Februar den Leimring abnehmen, beseitigen und mit einer Drahtbürste den Stamm reinigen (Gelege – bis zu 100 Eiern– können sich auch unter dem Leimring befinden). Dann einen frischen Leimring anbringen, um ein Aufwandern der weiter unten schlüpfenden Raupen zu verhindern. Das Anbringen von Leimringen ist aber nur bei isoliert stehenden Bäumen sinnvoll. Stehen die Obstbäume am Waldrand oder in ungepflegten Beständen, so werden die jungen Räupchen vom Wind zugeweht und die Bäume sind trotz Leimring kahlgefressen. Der Raupenleim sollte auch nicht direkt auf den Stamm aufgetragen werden, dies kann bei jungen Bäumen zu Rindenschäden führen und die Eigelege auf dem Leim lassen sich dann ja auch nicht beseitigen.

Direkte Bekämpfung:

Wichtig für eine sinnvolle Bekämpfung ist eine genaue Kontrolle. Ist der Baum erst einmal kahlgefressen, ist ein Einsatz von Pflanzenschutzmittel zweck- und sinnlos. Bereits ab Mitte März muss der junge Austrieb auf feine Fraßspuren (kleine, braune Stellen mit Saftaustritt) hin überprüft werden. Denn je kleiner die Räupchen sind, umso besser ist der Bekämpfungserfolg. Bei den Pflanzenschutzmitteln gibt es biologische Mittel, wie Bacillus thuringensis-Präparate, Neem-Azal (Extrakt aus dem Neem-Baum) oder Pyrethrum-Mittel. Oder auch chemische Mittel (z.B. Runner), die als Entwicklungshemmer auf die Raupen wirken. Dabei ist die Wirkung auf die jungen Räupchen am stärksten. Auch sollte eine Mindesttemperatur von ca. 15°C gegeben sein, denn bei niedrigeren Temperaturen sind die Raupen inaktiv und so wird der Wirkstoff beim Fressen nicht aufgenommen. Gerade bei starkem Zuflug und verzögertem Raupenschlupf muss die Bekämpfungsmaßnahme nach etwa 10-14 Tagen wiederholt werden. Dabei werden auch andere Schadraupen wie Großer Frostspanner, Knospenwickler oder Spinnerraupen miterfasst. Die Gebrauchsanweisungen und Indikationen auf den Packungen, sowie die Anwendungsvorschriften sind unbedingt zu beachten! Ab Ende Mai verlassen die ausgewachsenen Raupen die Wirtspflanzen, um sich im Boden zu verpuppen. Der Falterschlupf beginnt dann wieder im Oktober, nach den ersten Frostnächten.

Nach Kahlfraß:

Ob die Bäume den Kahlfraß schadlos überstehen und erneut noch mal austreiben, hängt von vielen Faktoren ab. Gesunden und wüchsigen Bäumen macht dies sicherlich weniger aus, als alten und bereits geschwächten Bäumen. Dort kommt es als Folgeerscheinung meist zu vielen dürren Ästen und zu Befall mit ungleichem Holzbohrer (ein rindenbrütender Borkenkäfer). Dies führt dann schließlich zum vollständigen Absterben des Baumes. Durch die heißen und trockenen Sommer der letzen Jahre wurde dies ebenfalls noch verstärkt. Um den Wiederaustrieb zu unterstützen, wäre eine Düngergabe gleich nach dem Schaden sinnvoll. Der Blütenansatz für die Folgejahre ist jedenfalls schwächer, da ja die Bäume aus der Reserve nochmals austreiben müssen und dann die Vegetationsdauer nicht mehr ausreicht, um Blütenknospen zu bilden.

Text Quelle:
Obstbauberatung Stadt Stuttgart,
Andreas Siegele

16. Oktober 2015
von Jogi Hohnecker
Keine Kommentare

Gartentipps für die 43. Kalenderwoche

Ziergehölze

 

Krankes Holz entfernen

Solange Gehölze im Garten noch belaubt sind, kann man abgestorbene Äste und Zweige gut erkennen. Schneiden Sie solche kranken Partien bis ins gesunde Holz zurück und entfernen Sie das Schnittholz aus dem Garten.

 

Saatgut ernten

Von einigen Pflanzen können auch im Oktober noch Samen für die generative Vermehrung gesammelt werden. Unreife oder feuchte Samen müssen gründlich getrocknet werden, damit sie nicht schimmeln.

 

Blumen und Stauden

 

Sommermargeriten verpflanzen

Sommermargeriten sollten alle drei bis vier Jahre verpflanzt werden, da giftige Wurzelausscheidungen zu Wachstumsdepressionen führen können. Bis Ende Oktober ist noch Gelegenheit, den Pflanzen einen neuen Standort zuzuweisen, andernfalls verschieben Sie die Aktion besser ins Frühjahr.

 

Auspflanzen getopfter Stauden

Achten Sie beim Auspflanzen getopfter Stauden darauf, dass der Wurzelballen nicht beschädigt wird. Drücken Sie die Pflanzen gut an, damit die Wurzeln Bodenkontakt bekommen, und vergessen Sie nicht zu gießen.

 

Rittersporn aussäen

Einjähriger Rittersporn kann jetzt im Oktober ausgesät werden. Wenn Sie die Keimlinge etwas gegen Kälte schützen, entwickeln sie sich im nächsten Jahr zu kräftigen Pflanzen mit reichem Blütenansatz.

 

Knollen von Dahlien und Canna

Wenn der erste Frost die Blätter von Dahlien und Blumenrohr (Canna) zerstört hat, werden die Knollen ausgegraben und an einem frostfreien, trockenen Ort überwintert.

 

Gemüse und Kräuter

 

Löwenzahn antreiben

Haben Sie schon einmal versucht, Löwenzahn wie Chicorée anzutreiben? Graben Sie dazu die Wurzeln aus und schneiden Sie die Blätter 2 bis 3 cm über dem Blattansatz ab. Stellen Sie die Wurzeln dicht an dicht in einen am Boden durchlöcherten Eimer auf eine 8 cm hohe Kompostschicht und füllen die Zwischenräume ebenfalls mit Kompost auf. Nach dem Einschlämmen muss etwa 1 cm des Wurzelkopfes sichtbar sein. Die Eimer werden dann mit schwarzer Folie abgedeckt. Nach 14 bis 20 Tagen können die gebleichten Blätter geerntet werden.

 

Rückschnitt von Grünspargel

Schneiden Sie das absterbende Laub der Grünspargelpflanzen nicht zu früh ab. Die Pflanzen verlagern die in den oberirdischen Teilen vorhandenen Stoffe in die Speicherwurzeln, um im Frühjahr genügend Nährstoffe für den Austrieb zur Verfügung zu haben.

 

Tee aus dem eigenen Garten

Bis zu den ersten Frösten können Sie noch Pfefferminze, Zitronenmelisse und Salbei ernten und frisch oder getrocknet zur Teebereitung nutzen.

 

Überwinterungsmöglichkeiten für den Schwalbenschwanz

Der Schwalbenschwanz ist einer der schönsten Schmetterlinge Europas. Die Raupen des Falters leben vorwiegend auf Doldenblütlern wie Möhren und Dill. Wenn Sie einen kleinen Möhrenbestand im Herbst stehen lassen, können die Raupen daran überwintern.

 

Wintersteckzwiebeln pflanzen

Wintersteckzwiebeln können jetzt noch gepflanzt werden. Eine gute Pflanzschaufel oder ein Pflanzstock erleichtern das Pflanzen. Es gibt viele interessante Speisezwiebel-Sorten, deren Anbau sich lohnt.

 

Wurzelgemüse

Wurzelgemüse wächst immer noch. Möhren, Rote Bete und Rüben machen im Oktober bei ausreichender Wasserversorgung noch mal einen richtigen Schuss. Oft beträgt der Zuwachs in diesem Monat bis zu 10 Prozent. Da die Wurzeln im Boden frostsicher sind, kann die Ernte bis Ende Oktober/Anfang November warten.

 

Gemüselagerung

Zuckerhut, Kopfkohl, Wirsing, Chinakohl und Porree werden mit Wurzeln eingelagert. Nur so wird ein vorzeitiges Austrocknen verhindert.

 

Obst

 

Obstlagerung

Nicht vergessen, dass Äpfel das Reifehormon Ethylen abgeben und damit die Alterung von anderem Lagergut fördern können.

 

Rasen

 

Wiesenaussaat

Jetzt ist der letzte Termin der Wiesenaussaat. Bis Ende des Monats können Wiesen und Rasen noch ausgesät werden, denn viele Samen laufen auch bei kühler Witterung auf (einige Arten benötigen sogar Winterkälte zur Überwindung der Keimhemmung). Da niemandem mehr danach zumute sein wird, sich viel im Freien aufzuhalten, kann sich der Rasen jetzt in Ruhe entwickeln.

 

Pflanzenschutz

 

Lebensräume für Tiere

Im Zuge der Aufräumarbeiten im Garten bieten sich viele Gelegenheiten, Lebensraum und Unterschlupf für Tiere zu schaffen. So finden viele Insekten im Laub unter Hecken und Sträuchern ihr Winterquartier. Ohrwürmer sowie einige Bienen- und andere Insektenarten überwintern gern in hohlen Stängeln. Abgeschnittene Zweige und holzige Staudenteile in einer Gartenecke aufgehäuft bieten Unterschlupf für Igel und Spitzmäuse.

 

Feld- und Wühlmäuse

In trockenen Jahren ist immer eine starke Vermehrung bei Feld- und Wühlmäusen zu beobachten. Als direkte Maßnahme ist auch Nachbars Katze dann ein gern gesehener Gast im Garten. Darüber hinaus kann man in größeren Gärten durch das Aufstellen von sogenannten Sitzkrücken (etwa 3 bis 4 m hohe Stangen mit einer 50 cm breiten Querstange am Ende) tagaktive Beutegreifer wie Turmfalke, Bussard, Milan, Habicht oder Sperber anlocken, die der Plage zu Leibe rücken. Auch das Mauswiesel hat Mäuse auf seinem Speiseplan und kann mit Stein- und Holzhaufen (50 bis 80 cm hoch, aufgeschichtet in einer ruhigen Ecke des Gartens) angelockt werden.

 

9. Oktober 2015
von Jogi Hohnecker
Keine Kommentare

Garzentipps für die 42. Kalenderwoche

Ziergehölze

Pflanzzeit
Nach dem Laubfall ist die beste Pflanzzeit für Gehölze, Rosen, Heckenpflanzen und Koniferen, die als wurzelnackte Pflanzen gekauft wurden. Denken Sie daran, die Pflanzen gut anzugießen. Empfindliche Gehölze wie Pfirsiche, Aprikosen und Tafeltrauben pflanzt man besser im Frühjahr.

Kastanie
Durch ein regelmäßiges Absammeln des Herbstlaubes können Sie die hier überwinternden Puppen der Kastanienminiermotte entfernen. Ein Neubefall im Frühjahr durch die schlüpfenden Falter kann dann nur durch einen Zuflug von benachbarten Bäumen erfolgen. Das Entfernen des Falllaubs ist somit insbesondere in Insellagen sehr effektiv. Die rot blühende Rosskastanie (Aesculus × carnea) wird übrigens deutlich weniger befallen.

Gemüse und Kräuter

Feldsalat säen
Bis zum 15. Oktober können Sie im Frühbeet oder unbeheizten Gewächshaus noch Feldsalat säen, um im Januar/Februar einen erntefertigen Bestand zu haben. Geeignete Sorten sind ‘Medaillon’, ‘Vit’ und ‘Elan’.

Hügelbeet anlegen
Jetzt ist eine gute Gelegenheit, um ein Hügelbeet anzulegen. Auf diese Weise lassen sich alle im Garten anfallenden Abfälle wie Schnittgut und Erntereste vor der Winterpause sinnvoll verwenden.

Gemüseernte
Ernten Sie Gemüse, das für die Lagerung vorgesehen ist, nicht an Regentagen und stellen Sie einige Tage vor der Ernte das Wässern ein. Wasserhaltiges Gemüse ist anfällig für Schimmel und Fäulnispilze. Wurzelgemüse wird aus diesem Grund vor der Einlagerung auch nicht gewaschen.

Kürbisse
Kürbisse können noch draußen bleiben. Obwohl die Kürbispflanze frostempfindlich ist, machen den Früchten kalte Tage nichts aus. Bei mildem Wetter nutzt die Pflanze noch die Herbstsonne für das Fruchtwachstum. Die Kürbisse müssen erst im kühlen Keller eingelagert werden, wenn die Pflanze abgestorben ist.

Gemüselagerung
Gemüse und Obst nach Sorten getrennt lagern, da die Haltbarkeit unterschiedlich groß ist. Zu warme Lagerung kann bei einigen Gemüsen zu einer Umwandlung von Nitrat in gesundheitsschädliches Nitrit führen. Kühle Lagerung bei ausreichender Sauerstoffversorgung fördert dagegen den Nitratabbau.

Hustenmittel
Schwarzer Rettich, der jetzt zum Teil immer noch auf dem Beet steht, ist ein hervorragendes Hustenmittel. Die ganz Mutigen können das Wurzelgemüse auch zu Saft verarbeiten oder zusammen mit Honig einnehmen.

Kürbissuppe
So viel Kürbis und kein Rezept? Hier ist eins: Kürbisstücke schälen und bei niedriger Hitze mit wenig Wasser, Salz und Olivenöl dünsten (auch zusammen mit Kartoffeln). Später das Kürbismus mit Milch aufkochen. Salz, Pfeffer, Honig, Sahne hinzugeben und mit Balsamessig abschmecken. Ganz besonders hierfür geeignet sind Hokkaido-Kürbisse.

Obst

Schorfige Äpfel
Auch wenn immer wieder einmal das Gegenteil zu lesen ist: Langjährige Untersuchungen haben ergeben, dass schorfige Äpfel keine gefährlichen Pilzgifte (wie zum Beispiel Aflatoxin) enthalten. Achten Sie beim Verwerten zu Saft, Most oder Kompott trotzdem darauf, dass Sie vorwiegend gesunde Früchte verwenden. Stark verschorfte Äpfel sind weder zum direkten Verzehr noch zur Verwertung geeignet, da sie geschmacklich und von den Inhaltsstoffen her minderwertig sind. Hier sollten Sorte und Standort überprüft werden.

Verwendungsmöglichkeiten für Quitten
Verwerten Sie Quittenfrüchte möglichst ungeschält, da sie in und unter der Schale wertvolle Stoffe enthalten. Alternativ dazu können Sie Schalen, Kerne und Kernhaus trocknen und für Früchtetees verwenden oder einen Sud daraus kochen, aus dem sich noch ein köstliches Gelee bereiten lässt.

Balkon und Terrasse

Winterbepflanzung für Balkonkästen
Nun ist es höchste Zeit, die Balkonkästen winterlich zu bepflanzen. Gut geeignet hierfür sind Chrysanthemen, Erika, Gräser, kleine Gehölze und Koniferen, aber auch Stiefmütterchen.

Pflanzenschutz

Laubsaugereinsatz vermeiden
Verzichten Sie auf den Einsatz von Laubsaugern, da unzählige nützliche Kleintiere wie Spinnen, Käfer, Regenwürmer und Raupen mit dem Laub zusammen aufgesaugt und zerhäckselt werden. Für das Ökosystem Boden bedeutet dies einen unersetzlichen Verlust.

Bohnenrost
Von Bohnenrost befallene Pflanzen bilden zum Ende der Vegetationszeit dunkle, fast schwarze Wintersporenlager aus. Diese dienen dann als Infektionsquelle für das nächste Jahr. Die befallenen Pflanzenreste sollten Sie vollständig entfernen. Kompostieren dürfen Sie die Pflanzenteile nicht. Außerdem sollten Sie die Bohnenstangen im nächsten Jahr nicht wieder verwenden, da auch sie die neue Pflanzengeneration infizieren können.

Frostspanner
Die flugunfähigen, den Stamm hochkriechenden Weibchen des Frostspanners können Sie in diesem Monat durch am Stamm und Pfahl angebrachte Leimringe abfangen. Kontrollieren Sie die Stämme regelmäßig und entfernen Sie die in der Nähe abgelegten Eier mechanisch.

Gärtnern mit Kids

Herbstblätter als Einladungskarten
Haben Sie in nächster Zeit einen Kindergeburtstag auszurichten? Dann schreiben Sie die Einladungen doch einmal auf getrocknete Herbstblätter. Gut eignet sich gepresstes Laub von Ahorn, Platane oder Tulpenbaum, da die Blätter groß genug sind und mit Permanentstiften beschriftet hübsch aussehen.

Sonstiges

Wärmedämmung von Gewächshäusern.
Durch die hohen Gas- und Ölpreise ist das Beheizen von Gewächshäusern sehr teuer. Daher sollte die Eindeckung ein hohes Wärmedämmvermögen haben. Gut bewährt haben sich Stegdreifachplatten. Auch eine Isolierung mit Styropor oder Luftpolsterfolie verhindert ein starkes Absinken der Innentemperatur. Wenn Sie sich für Luftpolsterfolie entscheiden, fragen Sie beim Kauf einmal nach den passenden Halterungen dafür; die gibt es, aber sie werden selten angeboten.

Auberginenmus
Rechtzeitig gepflanzt bringen Auberginenpflanzen auch in Mitteleuropa, zumindest im Gewächshaus, kräftige Früchte. Für diejenigen, die sich dieses Jahr mit Erfolg an das südländische Edelgemüse herangewagt haben, hier ein rumänisches Auberginenrezept: Die Früchte im Ganzen über dem offenen Feuer grillen (Backofen geht auch), bis das Fruchtfleisch durch und durch weich ist. Die Haut sodann mit dem scharfen Messer abziehen und die noch ganzen Auberginen zu Mus zerkleinern. Zerlassenes Schweineschmalz oder Olivenöl hinzufügen. Zwiebeln fein reiben und dem Mus hinzufügen. Salzen (und bei Bedarf) pfeffern und die Masse gut umrühren. Fertig ist ein köstliches Gericht, welches kalt oder warm, pur oder als Brotaufstrich genossen werden kann. Der leckere, rauchige Geschmack kommt natürlich nur bei einer Zubereitung über dem offenen Feuer zustande (alternativ: Schale leicht anbrennen lassen).

18. September 2015
von Jogi Hohnecker
Keine Kommentare

Gartentipps für die 39. Kalenderwoche

Ziergehölze

Hagebutten verarbeiten
Viele Apfelrosen (Rosa rugosa) tragen dieses Jahr reichlich Hagebutten. Wussten Sie, dass sich die Früchte zu Konfitüre oder Mus verarbeiten lassen? Dazu werden die von den Blüten befreiten, gewaschenen Hagebutten drei bis vier Tage eingefroren. Anschließend werden sie mit Wasser oder Apfelsaft aufgekocht. Danach durch ein Sieb streichen und mit Zucker zu einem Mus einkochen.

Immergrüne pflanzen
Jetzt ist noch ein guter Zeitpunkt, um immergrüne Laub- und Nadelgehölze wie Buchs, Liguster, Kiefer und Eibe vor dem Winter zu pflanzen. Damit die Pflanzen gut einwurzeln, müssen sie bei Trockenheit gewässert werden.

Heide
Die sogenannten “Knospenblüher”, das sind Sorten der Besenheide (Calluna vulgaris) oder anderer Heidearten, deren Blüten nicht aufgehen und im Knospenstadium verharren, bringen auch im September den Heidegarten zum Blühen. Für Insekten sind diese Sorten allerdings keine Freude, denn die geschlossenen Knospen liefern weder Nektar noch Pollen.

Blumen und Stauden

Pfingstrosen pflanzen
Achten Sie bei einer Neupflanzung von Pfingstrosen darauf, dass die dicken Triebknospen dicht unter der Erdoberfläche liegen, sonst blühen sie nicht. Übrigens: Pfingstrosen können bis zu 20 Jahre am gleichen Platz stehen. Bevorzugt wird ein halbschattiger Standort.

Gemüse und Kräuter

Gründüngung einsäen
Wenn Sie auf den abgeernteten Gemüsebeeten noch eine Gründüngung einsäen wollen, müssen Sie sich beeilen! Bis Ende September lassen sich noch Wintergerste, -weizen und -roggen sowie Winterraps aussäen. Da die Pflanzen winterhart sind, können sie recht lange auf dem Beet stehen bleiben.

Aussaaten im Frühbeet
Bevor Sie im Frühbeet Herbstkulturen von Rettich, Feldsalat oder Spinat aussäen, sollten Sie den Boden gut lockern und mit einer Kompostgabe verbessern.

Salate im Herbst schützen
Damit Salate, die jetzt noch im Garten stehen, vor starken Niederschlägen im Herbst geschützt sind, können Sie ein einfaches Foliendach aufstellen mit Belüftung an der Seite oder an den Giebeln. Vergessen Sie nicht zu gießen, wenn der Boden unter dem Dach zu trocken ist.

Chicoree bleichen
Wenn Sie Chicorée gepflanzt haben, können Sie einen Teil der Wurzeln bereits jetzt zum Bleichen in Gefäße setzen, mit schwarzer Folie bedecken und in den Keller stellen. Die restlichen Wurzeln bleiben bis Ende Oktober im Boden.

Schutz empfindlicher Gemüsearten
Nachts kann es im September schon ziemlich kühl werden. Sonnenhungrige Gemüsearten wie Paprika und Aubergine danken eine Plastikhaube oder Vliesabdeckung. So reifen die Früchte schneller und und selbst in kühleren Lagen lässt sich mediterraterranes Gemüse ernten. Hauben lassen sich leicht aus kunststoffummanteltem Draht (3 mm), Bindedraht und großen Mülleimerbeuteln (klar) basteln. Regelmäßiges Gießen und Lüften an heißen Tagen sind allerdings unerlässlich.

Kulturmaßnahmen an Rosenkohl
Hat der Rosenkohl bis Mitte des Monats noch keine Röschen angesetzt, lässt sich die Ernte noch durch einen Trick sichern: Brechen Sie die Triebspitze heraus und gießen Sie gründlich. Nur ausreichend feuchter Boden gewährleistet große Röschen. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Stroh verhindert, dass der Boden austrocknet.

Obst

Apfelernte

Achten Sie bei der Apfelernte darauf, dass Sie die Stiele nicht herausreißen, sonst faulen die Früchte an dieser Stelle. Vermeiden Sie auch Druckstellen und Verletzungen mit den Fingernägeln und reißen Sie keine Blattbüschel von den Zweigen.

Erdbeerpflanzen kontrollieren
Kontrollieren Sie die Erdbeerpflanzen immer wieder auf Fraßschäden durch Raupen und sammeln Sie die Schädlinge gegebenenfalls ab. Ist trotz Fraßspuren keine Raupe zu entdecken, handelt es sich um Befall durch Erdraupen. Die nachtaktiven Tiere lassen sich nach Einbruch der Dunkelheit mithilfe einer Taschenlampe absammeln.

Quitten
Quitten sind aufgrund ihrer außergewöhnlichen und dekorativen Früchte eine Bereicherung für den Garten. Wer Quitten pflanzen will, sollte jedoch beachten, dass Quitten sehr anfällig für den Feuerbrand sind. Sie vertragen keinen hohen Kalkgehalt im Boden. Optimal sind deshalb Standorte mit einem pH-Wert von 6,0 – 6,5.

Backapfelparty
Die Backapfelzeit beginnt. Weshalb also nicht schon im September eine Backapfelparty am Feuer feiern? Die Kerngehäuse einfach mit dem Kerngehäusestecher entfernen und das Loch mit Rosinen und gehackten Nüssen auffüllen. In Alufolie gewickelt werden die Äpfel in der Glut gegart. Ein Schuss Rum und etwas Zimt und Honig verleihen ein ganz besonderes Aroma.

Pflanzenschutz

Krautfäule an Tomaten
In feuchten Jahren hat die Krautfäule oder Braunfäule (Phytophthora) schon ab August den Angriff auf die Tomaten begonnen. Nun im September kann es aber auch in trockenen Jahren kritisch werden, denn der Nachttau braucht lange zum Abtrocknen. Das sind ideale Bedingungen für den Pilz. Die Blätter werden an den Rändern nekrotisch und braun, Stängel und Stielpartien färben sich ebenfalls braun und auf den Früchten sind eingesenkte Stellen zu erkennen, die sich auch dunkel verfärben. Jetzt hilft nur noch, alle befallenen Partien auszuschneiden, in der Mülltonne zu entsorgen und zu hoffen, dass die Früchte schneller reifen, als sich die Krankheit ausbreitet.

Ringe gegen Apfelwickler
Die im Sommer gegen den Apfelwickler angebrachten Ringe aus Wellpappe können Sie jetzt mitsamt den darin noch befindlichen Raupen für dieses Jahr entfernen und vernichten.

Quelle: Logl-Gartenkalender
für die Kalenderwoche 39
in Kooperation mit Ulmer

13. September 2015
von Jogi Hohnecker
Keine Kommentare

Gartentipps für die 38. Kalenderwoche

Ziergehölze

Rosen pflanzen
Falls Sie im Oktober neue wurzelnackte Rosen pflanzen möchten, können Sie jetzt schon mit der Bodenvorbereitung beginnen. Entfernen Sie die alten Pflanzen und tragen Sie möglichst viel des alten Bodens ab. Der Bodenaustausch ist wichtig, da Rosen nicht mit sich selbst verträglich sind. Danach zwei Spatenstiche tief lockern und reifen Kompost einarbeiten. Im Oktober mit Pflanzerde auffüllen.

Blumen und Stauden

Saatgut ernten
Jetzt lassen sich von besonders vielen Pflanzen Samen für die generative Vermehrung sammeln. Warten Sie bei den meisten Arten nicht, bis sich Kapseln, Schoten oder Hülsen öffnen, denn dann fallen die Samen schon heraus. Springfrüchte (zum Beispiel Storchschnabel) werden ebenfalls vor der Reife geerntet. Die meisten Samen sind lange vor dem Verfärben reif. Die letzte Phase (Sikkationsphase) dient nur zum Trocknen. Unreife Samen müssen gründlich getrocknet werden, damit sie nicht schimmeln. Auch die Samen vieler Sommerblumen können jetzt geerntet werden (zum Beispiel Atlasblume, Edelwicke, Mohn, Fuchsschwanz, Goldlack und viele mehr).

Zweijährige Zierpflanzen aussäen
Auch im September können noch zweijährige Zierpflanzen ins Freiland oder in Töpfe und Schalen gesät werden, denn auch in der Natur samen sich viele Biannuelle (Zweijährige) erst in diesem Monat aus. Dazu gehören Stockrosen (Alcea), Marien-Glockenblumen (Campanula medium), Rasselblume (Catananche), Goldlack (Cheiranthus), Bartnelken (Dianthus), Fingerhut (Digitalis), Nachtviolen (Hesperis), Färberwaid (Isatis), Vergissmeinnicht (Myosotis), Königskerze (Verbascum) und Veilchen (Viola).

Staudenvermehrung
Nach der Blüte können Juniblüher umgepflanzt werden. Dazu gehören Margerite, Islandmohn, Brennende Liebe, Alpenaster, Hornkraut, Polsterphlox, Mädchenauge, Kokardenblume und andere kurzlebige Frühsommerblumen. Kräftig zurückgeschnitten werden die Stauden in ein mit Kompost vorbereitetes Beet gepflanzt und gut gewässert. Nun ist auch ein günstiger Zeitpunkt, um Stauden wie Astilben, Pfingstrosen und Tränendes Herz zu teilen.

Gemüse und Kräuter

Kürbiskerne trocknen
Wenn Sie die ersten Kürbisse aus dem Garten verwerten, sollten Sie die Kerne nicht wegwerfen, sondern trocknen. Die Vögel freuen sich im Winter über dieses wertvolle Futter.

Zuckermais zubereiten
Zuckermais ist reif, wenn die heraushängenden Samenfäden schwarzbraun sind. Tipp: Kochen Sie die Kolben 15 Minuten in leicht gezuckertem Wasser und bestreichen Sie sie anschließend mit Butter. Erst dann mit Salz und Pfeffer würzen. Fügt man bereits dem Kochwasser Salz zu, werden die Schalen hart und das Salzwasser entzieht den süßen Geschmack.

Kulturmaßnahme an Gurken, Zucchini und Tomaten
Bei Gurken, Zucchinis und Tomaten werden die späten Blütenstände entfernt. Tomaten werden geköpft. So geht die letzte Kraft der Pflanzen in die verbliebenen Früchte.

Obst

Pflanzplanung
Obwohl die Ernte noch in vollem Gange ist, sind erste Gedanken über neu zu pflanzende Sorten und Unterlagen jetzt schon sinnvoll, denn bald fängt die Versandsaison der Baumschulen wieder an. Einige Beispiele für robuste oder tolerante Sorten sind mehltaufeste Stachelbeeren wie ‘Rolonda’, Reflamba’, ‘Rokula’, ‘Hinnonmäki’, ‘Pax und andere; Schwarze Johannisbeeren wie ‘Titania’, ‘Ometa’ und andere; Herbsthimbeeren wie. ‘Autumn Bliss’, ‘Himbo-Top’ und andere; Sommerhimbeeren wie ‘Rubaca’, ‘Meeker’ und andere; Tafeltrauben wie ‘Nero’, ‘Birstaler Muscat’, ‘Muscat Bleu’, ‘Palatina’ und andere sowie mehrfachresistente Apfelsorten wie die Pillnitzer Re-Sorten (Re = resistent) wie Resi®, Retina® und Rewena® .

Nashi
Insbesondere in milden Gebieten reifen jetzt die Nashi heran. Es handelt sich botanisch um den Birnenabkömmling der China-Birne (Pyrus pyrifolia). Diese Birnenart wird jedoch bei uns häufig aufgrund der Fruchtform auch als “Apfelbirne” oder eben als “Nashi” bezeichnet. Typisch für die süßen, saftigen Früchte ist das knackige, jedoch birnenähnliche Fruchtfleisch. Im ostasiatischen Raum ist die Nashi schon lange und mit vielen Sorten vertreten. Die Namen enden meist mit “ki”, wie ‘Shinseiki’, oder auch “ui”, wie ‘Kosui’. Probleme können aus Sicht des Pflanzenschutzes der Feuerbrand oder unter den Schädlingen der Birnenblattsauger bereiten. Der Birnengitterrost kommt dagegen weniger vor, obwohl ein Befall nicht auszuschließen ist.

Pflanzenschutz

Rotpustel-Pilz an Laubgehölzen
Der Rotpustel-Pilz, ein Schwächeparasit, fällt durch seine orange sowie dunkelrot gefärbten, 1 bis 5 mm großen Fruchtkörper auf. Führen Sie die Schnittmaßnahmen zur Entfernung der befallenen Äste nur bei trockenem Wetter durch und schneiden Sie bis in das gesunde Holz.

30. August 2015
von Jogi Hohnecker
Keine Kommentare

Gartentipps für die 36. Kalenderwoche

Ziergehölze

Immergrüne Gehölze pflanzen
Jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt, immergrüne Gehölze zu pflanzen oder zu verpflanzen, damit sie vor dem Winter noch ausreichend Wasser aufnehmen können. Die Wurzelballen dürfen während der warmen Zeit nicht austrocknen – also bei Bedarf kräftig gießen!

Stark blutende Bäume schneiden
Bis etwa Mitte September kann man noch stark blutende Bäume wie die Walnuss schneiden. Würde man sie im Frühjahr schneiden, wenn sie voll im Saftfluss steht, kann das zu einer Schwächung des Baumes aufgrund des starken Wasserverlustes führen. Außerdem ist die Wundverheilung jetzt noch besser.

Blumen und Stauden

Vogelnahrung belassen
Lassen Sie die Samenstände von Wildstauden ruhig stehen. Sie dienen Vögeln als Nahrung und tragen zur Ausbreitung der Pflanzen bei. Aus diesem Grund werden auch Wildhecken jetzt nicht mehr geschnitten.

Dahliensträuße aus dem Garten
Manche Dahlien stehen noch in voller Blüte. Wenn Sie sich mit einem Strauß den Spätsommer ins Haus holen möchten, sollten Sie folgende Regeln beachten: Der beste Schnittzeitpunkt sind die kühlen Morgen- und Abendstunden. Schneiden Sie nur voll entfaltete Blumen und entfernen Sie alle Nebenknospen – sie öffnen sich in der Vase sowieso nicht, verringern aber die Haltbarkeit der Blütenpracht.

Gemüse und Kräuter

Grasschnitt als Mulchmaterial
Um diese Jahreszeit fallen beim Mähen beträchtliche Grasmengen an. Verwenden Sie das Schnittgut großzügig zum Mulchen der Gemüse- und Staudenbeete, damit der Boden schön feucht bleibt. Die Schicht sollte jedoch nicht stärker als 5 cm sein. Lassen Sie das restliche Gras einige Tage trocknen, bevor Sie es auf den Kompost geben, sonst kann es zu Fäulnis kommen.

Kohlhernie richtig bekämpfen
Von Kohlhernie befallenes Erntegut, erkenntlich an Wucherungen am Wurzelhals, darf nicht auf den Kompost, sondern muss vernichtet werden. Bringen Sie auf der betroffenen Fläche Algenkalk aus und pflanzen Sie dort in den nächsten drei bis vier Jahren keine Kohlgewächse an.

Gemüse bleichen
Damit die inneren Blätter ausbleichen, müssen die meisten Endiviensorten rechtzeitig zusammengebunden werden. Häufeln Sie Bleichsellerie zu diesem Zweck mit Erde an und wickeln Sie Gemüseartischocken in schwarze Folie oder Wellpappe.

Gründüngung
Auf abgeernteten Beeten kann nun Gründüngung eingesät werden. Im Fachhandel sind viele verschiedene Samenmischungen erhältlich.

Obst

Beerensträucher als Spalier
Haben Sie schon einmal daran gedacht, die Beerensträucher als Spalier zu erziehen? Spannen Sie dazu zwei bis vier Drähte quer bis in eine Höhe von ca. 1,80 m. Daran binden Sie drei bis fünf kräftige Triebe mit eingekürztem Seitenholz fächerförmig fest. Alle anderen Triebe werden am Boden abgeschnitten, nachwachsende Bodentriebe können Sie einfach abreißen. Denken Sie aber daran, dass Sie nach 6 bis 7 Jahren die Gerüsttriebe durch jüngere Triebe ersetzen müssen. Rechtzeitig also Ersatztriebe stehen lassen.

Holunder ernten
Holunder wird geerntet, wenn alle Früchte blauschwarz gefärbt sind. Verarbeiten Sie die Beeren sofort nach der Ernte, nachdem Sie sie mit einer Gabel von den Fruchtständen abgestreift haben. Vorsicht: Ungekochte Früchte enthalten das giftige Glykosid Sambunigrin. Beim Kochen wird es aber vollständig abgebaut.

Stippebehandlungen
Bei den Spät- bzw. Lagersorten können Stippebehandlungen bis unmittelbar vor der Ernte ausgebracht werden. Gut geeignet sind kalziumchloridhaltige Präparate. Reines Kalziumchlorid (2 x 200 g pro 10 l), kurz vor der Ernte gespritzt, ermöglicht einen sogenannten ‘Depoteffekt': Die Kalzium-Ionen können dann noch in den empfindlichen Bereich unter der Schale eindringen und dämmen die Stippegefahr ein.

Holunder verarbeiten
Wer keinen Holunder im Garten hat (die Sorte ‘Haschberg’ ist besonders ergiebig!), sollte jetzt noch schnell in der Umgebung nach einem “Hollerbusch” suchen: Holundergelee ist eine Delikatesse und Holundersaft lindert im Winter so manchen Husten. Hier ist ein Rezept von Irene Keßler für Holundergelee: Man verwendet etwa 2/3 Holunder und 1/3 säuerlichen, in kleine Stücke geschnittenen Apfel. Statt Gelierzucker kann man auch Pektin verwenden. Auf 500 g Frucht und 500 g Zucker benötigt man 12 bis 14 g Apfelpektin und je nach Frucht 3 bis 9 g Apfelsäure. Vom Zucker muss man etwa 60 g abnehmen und mit dem Pektin und der Apfelsäure vermischen. Dieses Gemisch wird erst dann zugefügt, wenn die Hauptmenge mit dem Zucker zum Kochen gekommen ist. Nach etwa 2 bis 3 Minuten kann man eine Gelierprobe machen.

Obsternte
Einige grundsätzliche Tipps zur Obsternte: Farbige Apfelsorten zwei- bis dreimal durchpflücken. Die erste und besonders die zweite Pflücke sind für die längere Lagerung geeignet, die letzte Pflücke sollte nur kurz gelagert bzw. schnell verbraucht werden. Besonders weiche Früchte (Steinobst) nicht mit den Fingern drücken und durch lange Fingernägel verletzen. Äpfel und Birnen mit der ganzen Handinnenfläche (und nicht mit den Fingern!) leicht anheben und abdrehen. Grundsätzlich immer früh morgens ernten, um die Kühle der vorangegangenen Nacht mit ins Lager zu nehmen. So kühl (2 bis 5 °C) und feucht (etwa 80 % Luftfeuchtigkeit) wie möglich lagern. Die Luftfeuchtigkeit kann man erhöhen, indem man einen Eimer Wasser auf den Boden des Lagerraums ausleert (das liefert auch zusätzliche Verdunstungskälte).

Rasen

Rasen anlegen
Wenn Sie es im Frühjahr nicht geschafft haben, einen Rasen anzulegen, ist jetzt im September Gelegenheit dazu. Ebnen Sie die Fläche vorher ein und verbessern Sie einen mageren Boden mit etwas organischem Volldünger. Grassamen gleichmäßig verteilen, leicht einarbeiten und angießen. Gegen Vogelfraß hilft ein Schutznetz oder Vlies.

Quelle: Logl-Gartenkalender
 für die Kalenderwoche 36
 in Kooperation mit Ulmer

21. August 2015
von Jogi Hohnecker
Keine Kommentare

Gartentipps für die 35. Kalenderwoche

Zierpflanzen

Schnitt von Formpflanzen
Bei Formpflanzen (Topiari) kann Ende August ein letzter korrigierender Gestaltungs- oder ein zweiter, mäßiger Pflegeschnitt erfolgen. Er fixiert die endgültige Form und lässt die Oberfläche des Gehölzes dichter wachsen. Tipp: Holen Sie sich ein paar Gestaltungsideen bei einem Besuch der Schlossgärten in Heidelberg und Schwetzingen. Auch die Insel Mainau und das Blühende Barock in Ludwigsburg sind bekannt für aufwendig gestaltete Formpflanzen.

Blumen und Stauden

Blumenzwiebeln setzen
Damit Sie sich bereits im Frühjahr an den ersten Blüten im Garten erfreuen können, sollten Sie jetzt Zwiebeln von Tulpen, Narzissen und anderen Frühjahrsblühern in den Boden legen. Eine Faustregel besagt: Die Zwiebeln doppelt so tief ablegen, wie sie hoch sind.

Staudenpflanzsaison
Ende August beginnt bereits die Staudenpflanzsaison. Gepflanzt werden jetzt Madonnenlilien, Pfingstrosen, Kaiserkronen, Herbstzeitlose, Herbstkrokusse und Stauden, die im Frühsommer des kommenden Jahres blühen.

Abgeblühte Stauden
Aus optischen Gesichtspunkten können abgeblühte Stauden zurückgeschnitten werden. Das kann auch einen weiteren Vorteil haben, denn bei manchen Arten kommt es so zu einer Nachblüte im Herbst. Bedenken Sie aber auch, dass für die Tiere ausreichend Stängel stehen bleiben sollten. Viele Insekten und Vögel ernähren sich außerdem von den Samen. Und wenn Sie selbst aussäen wollen, sollten die abgeblühten Stängel ohnehin bis zur Samenreife stehen bleiben.

Gemüse und Kräuter

Schnecken bekämpfen
Damit die Schnecken nicht gleich im Frühjahr über die ersten Pflanzen im Garten herfallen, sollten Sie mit der Bekämpfung so lange wie möglich fortfahren. Legen Sie dazu Bretter zwischen den Beeten aus und sammeln Sie täglich die darunter befindlichen Schnecken und Eier ab.

Gemüseaussaaten
Diesen Monat können folgende Gemüsearten für die Herbsternte ausgesät werden: Feldsalat, Radicchio, Endiviensalat, Schnittsalat, Spinat, Herbstrüben, Chinakohl, Pak Choi, Radieschen, Winterrettich, Rettich, Rübstiel, Petersilie, Kresse, Blumenkohl, Winterportulak, Löffelkraut, Knollenfenchel, Frühlingszwiebeln und Möhren. Wenn Sie in tiefe Rillen säen, bleibt es am Grund der Rille auch im Sommer feuchter, sodass die Pflanzen besser auflaufen. Außerdem wird so das Wässern erleichtert. Einige Arten können auch in Schalen oder Topfplatten für das Herbstbeet vorkultiviert werden.

Gemüse auspflanzen
Folgende vorkultivierte Gemüsearten oder Staudengemüse können gepflanzt werden: Kohlrabi, Brokkoli, Grünkohl, Chinakohl, Wirsing, Kopfsalat, Winterendivie und Porree. Eine gute Pflanzschaufel oder ein Pflanzstock erleichtert die Pflanzarbeiten. Gepflanzt werden sollte morgens oder abends bzw. bei bedecktem Himmel. Gutes Angießen ist in dieser Jahreszeit besonders wichtig.

Gemüsereihen vereinzeln
Damit sich Möhren, Fenchel, Schwarzwurzeln und Rote Bete kräftig entwickeln können, sollten Sie die Reihen immer im Auge behalten. Wenn zu dicht gesät wurde, muss der Abstand durch das Herausziehen einzelner Pflanzen wieder vergrößert werden. Ausgezogene Rote Bete und Knollenfenchel können übrigens wieder neu aufgepflanzt werden (am besten bei bedecktem Himmel oder in Regenperioden).

Blumenkohl
Werden bei Blumenkohl, kurz bevor sich die Blume ausbildet, die Blätter über den Kopf geknickt, bleibt die Blume unter dem Schutz des Blätterdaches weiß und zart.

Kübelpflanzen

Oleander vermehren
Selbst vermehrte Oleanderpflanzen sind ein schönes “Mitbringsel”. Wenn Sie Ihren Oleander ab sofort nicht mehr düngen, aber weiterhin regelmäßig gießen, können Sie von einjährigen, kräftigen Trieben Stecklinge schneiden. Sie bewurzeln sich innerhalb von vier Wochen und können dann in einen hübschen Topf gepflanzt werden.

Quelle: Logl-Gartenkalender
für die Kalenderwoche 35
in Kooperation mit Ulmer

15. August 2015
von Jogi Hohnecker
Keine Kommentare

Gartentipps für die 34. Kalenderwoche

Ziergehölze

Offene Baumscheiben
Offene Baumscheiben müssen im Sommer regelmäßig gewässert werden. Wussten Sie eigentlich, dass Sie Baumscheiben jetzt noch durch die Aussaat von Gründüngungspflanzen begrünen können? Den Stammbereich aber unbedingt freihalten.

Blumen und Stauden

Stauden teilen
Jetzt ist eine gute Gelegenheit, Stauden wie Tränendes Herz und Pfingstrosen zu teilen und zu verpflanzen. Schneiden Sie nicht alle abgeblühten Stauden zurück, denn sie bieten Nahrung für Kleintiere und Vögel.

Trockenblumen
Strohblumen, Katzenpfötchen (Antennaria), Strandflieder (Limonium), Schleierkraut (Gypsophila), Lavendel (Lavandula), Jungfer im Grünen (Nigella), Lampionblumen (Physalis), Silberblatt (Lunaria), Sonnenflügel, Papierblumen und Ziergräser können jetzt geerntet und zum Trocknen aufgehängt werden.

Lavendel schneiden
Die Lavendelblüte ist in der Regel vorbei, doch häufig sieht man Pflanzen, die noch nicht zurückgeschnitten wurden. Lavendel schneidet man am besten zweimal. Zuerst die Blütenstände und im Folgejahr nach der Frostperiode ein Rückschnitt bis in das einjährige Holz, nur so bleiben die Pflanzen schön kompakt.

Gemüse und Kräuter

Gurken konservieren
Wenn Sie einen Teil der Gurkenernte konservieren möchten, dürfen die Früchte nicht zu groß sein: für Gewürz- oder Dillgurken 6 bis 9 cm, für saure Gurken 9 bis 15 cm. Größere Früchte verlieren rasch an Qualität.

Gemüse bewässern
Achten Sie beim Gießen darauf, dass die einzelnen Gemüsearten unterschiedliche Ansprüche haben. So bevorzugen Petersilie, Möhren, Salate, Spinat und Mais eine Dusche, Kürbisse, Tomaten, Bohnen, Gurken und Erbsen wollen dagegen lieber im Wurzelbereich gegossen werden.

Gemüsesetzlinge wässern
Frisch gepflanzte Gemüsesetzlinge brauchen bei Trockenheit viel Wasser. Vergesslichkeit kann da schnell das Ende der Gemüseernte bedeuten. Werden um die Pflanzen Trichter angehäufelt, hält sich das Wasser länger und gelangt direkt an die Wurzeln. Zuckermais, Gurken, Kürbisse, Zucchini, Tomaten, Paprika und Auberginen brauchen übrigens besonders viel Wasser.

Blütenwurf bei Stangenbohnen vorbeugen
Wenn es Stangenbohnen im Gewächshaus oder im Freiland zu heiß wird, werfen sie die Blüten ab. Sonnenschutz und gutes Lüften können dem vorbeugen.

Obst

Spalierobst formieren
Bringen Sie beim Spalierobst die Verlängerungen der Leitäste in die gewünschte Stellung, bevor die Triebe verholzen. Im August sind die Zweige noch weich und lassen sich entsprechend biegen. Man sollte aber mit Gefühl vorgehen, insbesondere Birnenzweige brechen auch schnell.

Ohrwürmer an Dahlien
Dahlien werden manchmal von Ohrwürmern stark geschädigt. Stülpen Sie daher über die Stützpfähle der Pflanzen mit Holzwolle ausgestopfte Blumentöpfe, in die sich die nachtaktiven Tiere gern verkriechen. Diese Fallen können Sie dann tagsüber einfach in die Obstbäume hängen. Dort sind die Ohrwürmer nützlich, weil sie auf Läusejagd gehen. Sind keine Läuse vorhanden, können – insbesondere bei Trockenheit – auch hier Früchte durch die Ohrwürmer geschädigt werden.

Apfelernte früher Sorten
Ernten Sie frühe Apfelsorten ruhig einige Tage vor der Baumreife, dann sind sie länger haltbar. Vollreif geerntete Früchte werden schnell mehlig und geschmacklos. Entfernen Sie beim Ernten auch faulende Äpfel von den Bäumen. Dies reduziert den Befallsdruck und verhindert das Übergehen der Fäulniserreger auf benachbarte Früchte.

Erdbeeren setzen
Bis Mitte August können Grünpflanzen gesetzt werden. Die Pflanzen sollten gut durchwurzelt sein und benötigen auf jeden Fall eine Bewässerung. Die Pflanzabstände betragen 60 bis 80 cm und in der Reihe 30 bis 35 cm.

Erdbeerwiese
Bei einer Erdbeerwiese handelt es sich um bodendeckende Erdbeeren, die auch im Halbschatten und unter Bäumen gedeihen. Sie kommen im Aroma der Walderdbeere nahe und werden im Juni/Juli reif. Sie können jetzt gesetzt werden. Pro Quadratmeter werden drei bis vier Pflanzen benötigt (zum Beispiel die Sorte ‘Dr. Bauer`s Erdbeerwiese Florika’).

Brombeerkonfitüre
Der August ist Brombeerzeit. Wenn die Ernte ihren Höhepunkt erreicht hat und man dem Frischverzehr der Früchte nicht mehr Herr wird, ist es Zeit, eine leckere Brombeerkonfitüre zu kochen, denn hierfür ist es auch unerheblich, ob die Beeren langsam matschig werden. Oft sind sie dann am schmackhaftesten.

Pflanzenschutz-Schnitt bei Kernobst
Jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt, um Ihrem Kernobst einen Pflanzenschutz-Schnitt zu verpassen, das heißt kranke Astpartien werden entfernt. Im Gegensatz zu einem Winterschnitt verheilen auftretende Wunden rasch und werden seltener durch Schaderreger besiedelt. Achtung: Dies gilt nur für Schnittmaßnahmen von Anfang bis Mitte August. Weiterer Vorteil: Zu dieser Zeit hat der Schnitt eine wachstumsbremsende Wirkung im Vergleich zum Winterschnitt. Vorsicht bei Feuerbrand am Kernobst, dieser kann durch Schnittwerkzeuge übertragen werden.

Balkon und Terrasse

Balkon- und Kübelpflanzen auf Winterquartier vorbereiten
Mehrjährige Balkon- und Kübelpflanzen werden allmählich weniger gegossen und nicht mehr gedüngt.

Pflanzenschutz

Spinnmilben an Buschbohnen
Wenn die Blätter der Buschbohnen vorzeitig vergilben, ist das meist ein Zeichen für Spinnmilbenbefall, erkenntlich an kleinen rötlichen und gelben Tierchen auf der Blattunterseite. Befallene Triebe und Blätter sollten nach dem Abernten verbrannt werden.

Spargelfliege vorbeugen
Da in den Spargelwedeln die Puppen von Spargelfliege und Spargelminierfliege überwintern, verringert der Rückschnitt des Spargellaubs den Befall im nächsten Jahr. Triebe sollten in die “Grüne Tonne”.

Sonstiges

Bodenpflege
Gründüngung ist eine bodenschonende Methode für zeitweilig brachliegende Flächen. Auch im August können noch viele Gründungspflanzen ausgesät werden. Besonders geeignet ist jetzt der Buchweizen, der mit keiner anderen unserer Nutzpflanzen verwandt ist und deshalb auch keine Schädlinge anzieht, die anderen Gemüsepflanzen bedrohen könnten.

Quelle: Logl-Gartenkalender 
für die Kalenderwoche 34
in Kooperation mit Ulmer